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Algorithmus ArtikelEin Algorithmus ist eine exakt definierte Verarbeitungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer bestimmten Art von Problemen. Typischerweise wird ein Algorithmus durch eine endliche Folge von Anweisungen beschrieben, die nacheinander ausgeführt und häufig in festgelegter Weise wiederholt werden.
Im täglichen Leben kommen Algorithmen sehr häufig vor. Zu dem Beispiel ist ein Kochrezept ein Algorithmus. Auch Reparatur- und Bedienungsanleitungen oder Hilfen zu dem Ausfüllen von Formularen sind in der Regel Algorithmen. Sehr verbreitet sind Algorithmen in der Informatik: Dort steuern sie, in der Form von Computerprogrammen oder elektronischen Schaltkreisen, Rechner und Maschinen.
Die Theoretische Informatik beschäftigt sich u.a. mit der Frage, welche Problemstellungen algorithmisch, d.h. mittels exakt definierter Handlungsanweisungen, gelöst werden können und wie rechenaufwendig Lösungen gegebener Probleme mindestens sind.
Buch-Tipp: Algorithmen im Rettungsdienst. Die 27 wichtigsten Notfälle Sehr gutes Buch. . . Dieses Buch gibt eine gute Hilfestellung zu dem Vorgehen bei den gängigsten Notfällen und ist gerade für angehende Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter eine gute Möglichkeit, Einsätze zu strukturieren. Dies optimiert die Therapie für den Patienten, gibt dem Personal mehr Selbstsicherheit und kann wertvolle Zeit wett... Ein Beispiel: der Euklidische Algorithmus | |
Der Euklidische Algorithmus, der bereits um 300 v. Chr. beschrieben wurde, dient zur Ermittlung des größten gemeinsamen Teilers (ggT) zweier natürlicher Zahlen A und B:
- Sei A die größere der beiden Zahlen A und B (entsprechend vertauschen, falls dies nicht bereits so ist)
- Setze A = A – B
- Wenn A und B ungleich sind, dann fahre fort mit Schritt 1, wenn sie gleich sind, dann beende den Algorithmus: Diese Zahl ist der größte gemeinsame Teiler.
Beispiel:
Es soll der größte gemeinsame Teiler der Zahlen 14 und 8 berechnet werden. Hierzu wird der euklidische Algorithmus benutzt:
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| A
| B
| A-B
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| 1.
| 14
| 8
| 6
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| 2.
| 8
| 6
| 2
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| 3.
| 6
| 2
| 4
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| 4.
| 4
| 2
| 2
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| 5.
| 2
| 2
| gleich
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Buch-Tipp: Algorithmen in Java. Grundlagen, Datenstrukturen, Sortieren, Suchen. Teil 1-4 Nachschlagewerk für Algorithmen in Java Prof. Robert Sedgewick (Universität Princeton/Vereinigte Staaten Amerika) ist Autor zahlreicher C++-Bücher, die sich mit dem Thema "Algorithmen und Datenstrukturen" auseinandersetzen. Diese Bücher werden sehr häufig von Dozenten benutzt und empfohlen.
Da Java in den letzen Jahren mehr und mehr an Prestige gewonnen hat, war es... |
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Das Wort Algorithmus ist eine Abwandlung oder Verballhornung des Namens Muhammad ibn Musa al-Chwarizmi (* ungefähr 783, †ungefähr 850), des Autors des Buchs Hisab al-dschabr wa-l-muqabala (825, Regeln zur Wiederherstellung und Reduktion), durch das die Algebra in dem Westen verbreitet wurde. Die lateinische Fassung beginnt mit: "Dixit Algorithmi..." womit der Autor gemeint war. Das Wort Algebra stammt ebenfalls (al-Jabr – "Einrenkung") aus dem Titel des Buchs. Ursprünglich stand das Wort Algorism ca. für die Regeln zur Arithmetik mit arabischen Ziffern. Heute steht es für alle geregelten Prozeduren, mit denen Probleme aller Art gelöst werden können.
Buch-Tipp: Algorithmen und Datenstrukturen. (Spektrum Lehrbuch) Eigentlich sind es 4,5 Punkte Das Buch stellt das deutsche Standardwerk zu Algorithmen und Datenstrukturen da. Bei der Vorstellung eines Algorithmus gehen die Autoren die folgt vor:1. Der Algorithmus wird in einfachen Worten umschrieben. 2. Es folgt eine allgemeinere Beschreibung. 3. Beispiel4. Implementation in einer Pascal-ähnlichen Sprache.... |
Erster Computeralgorithmus | |
Der erste für einen Computer gedachte Algorithmus wurde 1842 von Ada Lovelace, in ihren Notizen zu Charles Babbage's Analytical Engine, festgehalten. Sie gilt darum als die erste Programmiererin. Weil Charles Babbage seine Analytical Engine nicht vollenden konnte, wurde Ada Lovelaces Algorithmus nie darauf implementiert.
Buch-Tipp: Algorithmen und Datenstrukturen. Eine Einführung mit Java Für Informatikstudenten eher als für Java-Programmieranfänger geeignet Dieses aus einer Vorlesung an der Universität Magdeburg entstandene Werk ist für Studenten der Informatikgrundstudiums sehr zu empfehlen. Der umfangreiche Inhalt mit Algorithmenentwurf, Theoretische Grundlagen und Berechenbarkeit sowie Konzepte Abstrakter Datentypen bietet... |
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Die mangelnde mathematische Genauigkeit in der gängigen Definition eines Algorithmus störte viele Mathematiker und Logiker des 19. und 20. Jahrhunderts. Insbesondere steht die natürliche Sprache mit ihren Unschärfen und Widersprüchlichkeiten der Forderung nach Eindeutigkeit und Widerspruchsfreiheit in dem Wege.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden eine ganze Reihe von Ansätzen entwickelt, um zu einer genauen Definition zu kommen. Der bekannteste ist wohl Alan Turings Konzept der Turing-Maschine als abstraktes Modell eines Computers.
Andere gängige Konzepte sind beispielsweise rekursive Funktionen, insbesondere der Lambda-Kalkül, Zeichen-Ersetzungssysteme wie Markov-Algorithmen oder Chomsky-Grammatiken oder verallgemeinerte abstrakte Programmiersprachen mit den Grundelementen Sequenz, Auswahl und Wiederholung.
Buch-Tipp: Algorithmen und Datenstrukturen. Pascal-Version. (Teubner Leitfäden der Informatik) Ein Standardwerk der Programmierung Dieses Buch sollte zu dem Standard für jeden angehenden Programmierer zählen. Es behandelt alle elementaren Datenstrukturen und erklärt diese umfassend. Die angegebenen Programmbeispiele sind größtenteils ausführbar und funktionieren. Alles in allem ein gutes Buch für den Anfänger. |
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Um die Mitte des 20. Jahrhunderts konnte, unter maßgeblicher Beteiligung von Alan Turing selbst, gezeigt werden, dass all diese Methoden ebenso leistungsfähig sind wie eine Turing-Maschine: Sie können durch eine Turing-Maschine emuliert werden, und sie können umgekehrt eine Turing-Maschine emulieren.
Aus diesem Grunde ist heutzutage die Church-Turing-These: "Jeder Algorithmus kann durch eine Turingmaschine ausgeführt werden" allgemein akzeptiert. Als formales Kriterium für einen Algorithmus zieht man die Implementierbarkeit in einem beliebigen zu einer Turing-Maschine äquivalenten Formalismus heran, insbesondere die Implementierbarkeit in einer Programmiersprache.
Buch-Tipp: Algorithmen. (Pearson Studium) gutes Buch mit Macken Das Buch ist ein Klassiker. Damit fangen auch schon die kleinen Macken an, in der Ausgabe die ich habe (2. Auflage, 1992). Es hingt der Zeit hinterher. Andere möge den Pascalcode als Macke ansehen. Ich finde diesen nicht unbedingt als Macke, da dieser auch gut in andere Programmiersprachen umgesetzt werden kann. Was mich... |
Formale Definition und Merkmale | |
Formal ist ein Algorithmus eine Beschreibung eines Verfahrens zur Lösung einer bestimmten Klasse von Problemen. Dabei müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Der Algorithmus muss bei denselben Voraussetzungen das gleiche Ergebnis liefern (Determiniertheit).
- Der Ablauf des Verfahrens ist zu jedem Zeitpunkt eindeutig definiert (Determinismus).
- Das Verfahren muss in einem endlichen Text eindeutig beschreibbar sein (Finitheit).
- Das Verfahren darf zu dem Ausführen nicht unendlich viel Speicherplatz benötigen (Dynamische Finitheit).
- Jeder Schritt des Verfahrens muss auch tatsächlich ausführbar sein. (Ausführbarkeit)
- Der Algorithmus darf ca. endlich viele Schritte benötigen. Jeder einzelne Schritt muss in endlicher Zeit ausführbar sein. (Terminierung)
Eine Ausnahme bilden stochastische Algorithmen, bei denen der jeweils nächste Verfahrensschritt von einer Wahrscheinlichkeitsregel abhängen kann.
Buch-Tipp: Algorithmen. in Java Ein hervorragendes Buch über Algorithmen Das Buch "Algorithmen in Java" von H. -W. Lang ist ein idealer Einstieg für Studenten einer technischen Fachrichtung oder interessierte Laienins Gebiet der Algorithmen. Es liefert eine interessante Reise durch die wichtigsten Basisproblemstellungen für Computeranwendungen und führt auf didaktisch geschickte... |
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kurz: wenn gleiche Startwerte vorhanden sind, muss das gleiche Ergebnis raus kommen
Algorithmen sind determiniert: Werden sie mit gleichen Parametern und Startwerten aufgerufen, liefern sie immer das gleiche Resultat. Ausnahme bilden randomisierte und stochastische Algorithmen, bei denen das Ergebnis zu einem gewissen Grad auf Zufall beruht.
Buch-Tipp: Algorithmische Geometrie. Grundlagen, Methoden, Anwendungen (eXamen.press) Gutes Buch, gute Vorlesung Ich habe die Vorlesung "Algorithmische Geometrie I" von Herrn Klein an der Uni Bonn gehört. Trotz ihrer Zugehörigkeit zur "Theoretischen Informatik" folgen hier nicht wie häufig in diesem Gebiet Lemmata, Sätze und Definitionen sofort aufeinander, sondern werden in fließendem Text eingeführt und... |
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kurz: es darf ca. stets eine Möglichkeit vorhanden sein (--> sonst stochastisch)
Deterministisch heißen alle Algorithmen, bei denen zu jedem Zeitpunkt der Ausführung maximal eine Möglichkeit der Programmfortsetzung besteht. Gibt es mehrere Möglichkeiten der Programmfortsetzung und lassen sich diesen Wahrscheinlichkeiten zuweisen, so spricht man von stochastischen, randomisierten oder probabilistischen Algorithmen. In der theoretischen Informatik gibt es neben dem Determinismus auch den Nichtdeterminismus, der aber in praktischen Algorithmen nicht vorkommen kann.
Buch-Tipp: Anästhesie in Frage und Antwort Fachweiterbildung KrPFl tauglich Zur Prüfungsvorbereitung ist dieses Werk in den Bereich Anästhesie nutzbar, jedoch fehlt ein Teil der Thematik. Somit kann das Werk ca. als Ergänzung angesehen werden, nicht aber als alleiniges All-Wunderwerk. Die Fragen sind gut, leicht verständlich wie die Antworten. |
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Buch-Tipp: C Kompaktreferenz. Sehr gut Diese Referenz ist exakt das, was ein C-Programmierer während seiner täglichen Arbeit braucht. Sie ersetzt das umständliche Nachsehen in Quellcode anderer Programme und das Lesen endloser, trockener Spezifikationen. Dinge wie Kalender-, Such- und Sortier- algorithmik, die man stets wieder nachgucken muss, findet man in diesem Buch. Der... |
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kurz: die Beschreibung ist endlich
Die Beschreibung eines Algorithmus ist nicht unendlich groß.
Als statische Finitheit wird die Endlichkeit des Quelltextes genannt. Der Quelltext darf ca. begrenzten, wenn auch bei Bedarf sehr viel Speicherplatz in Anspruch nehmen.
Buch-Tipp: Computational Geometry. Algorithms and Applications.: Algorithms and Applications A great book This book is very cleanly written, it contains just enough math to prove the correctness of the algorithms, and is very easy to read. For those who just want to implement an algorithm, this book will do anything short of actually providing source code:) I think this is something that everyone involved in computer applied geometry should... |
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kurz: Fülle an Datenstrukturen und Zwischenspeicherungen sind zu jeder Zeit endlich
Zu jedem Zeitpunkt der Ausführung darf der von einem Algorithmus benötigte Speicherbedarf ca. endlich groß sein. Andernfalls wäre der Algorithmus nicht ausführbar. Dies wird als dynamische Finitheit genannt.
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kurz: bricht nach absehbarer Zeit kontrolliert ab (Ausnahme z.B. Betriebssystem)
Algorithmen sind terminierend, sie kommen nach einer endlichen Zahl von Schritten zu einem Ergebnis. Die tatsächliche Zahl der Schritte kann jedoch willkürlich groß sein. Steuerungssysteme und Betriebssysteme erfüllen dieses Merkmal nicht. Donald Knuth schlägt vor nicht terminierende Algorithmen als rechnergestützte Methoden ("Computational Methods") zu nennen.
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Die Erforschung und Analyse von Algorithmen ist Hauptaufgabe der Informatik, und wird meist theoretisch (ohne konkrete Umsetzung in einer Programmiersprache) durchgeführt. Sie ähnelt somit dem Vorgehen in anderen mathematischen Gebieten, in denen die Analyse eher auf die zugrunde liegenden Konzepte als auf konkrete Umsetzungen ausgerichtet ist. Algorithmen werden zur Analyse in theoretischen Pseudosprachen (Pseudocode) geschrieben und behandelt.
Die Analyse unterteilt sich in verschiedene Teilgebiete. Beispielsweise wird das Verhalten von Algorithmen bezüglich Ressourcenbedarf wie Rechenzeit und Speicherbedarf in der Komplexitätstheorie behandelt, die Ergebnisse werden als asymptotische Laufzeiten angegeben. Der Ressourcenbedarf wird dabei in Abhängigkeit von der Länge der Eingabe ermittelt, d.h. die angegebene Komplexität hängt davon ab, wie groß die Zahlen sind, deren ggT gesucht wird, oder wie viele Elemente sortiert werden müssen etc.
Das Verhalten bezüglich Terminierung, d.h. ob der Algorithmus überhaupt jemals erfolgreich beendet werden kann, behandelt die Berechenbarkeitstheorie.
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Algorithmen in dem Alltag | |
Auch in dem Alltag begegnen uns Algorithmen in Form von Handlungsanweisungen oder Rezepten:
| Prozess
| Ausführender
| Algorithmus
| Typische Anweisung
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| Kuchenbacken | Bäcker | Rezept | nimm 1 Pfund Mehl / rolle Teig aus
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| Spielen einer Klaviersonate | Pianist | Partitur |
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| Bedienung eines Handys | Anrufer | Bedienungsanleitung | drücke die # Taste
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| Bau eines Radios | Radiobastler | Schaltplan und Montageanleitung | verbinde Transistor T1 mit T5
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| Kassieren in dem Supermarkt | Kassiererin an Registrierkasse | Bedienungsanleitung für Registrierkasse, Funktionsplan der Registrierkasse
| Eintasten von 17,82 +
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